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Quartier von morgen

Die Energiewende kann dann als nachhaltig bezeichnet werden, wenn sie technische und soziale Transformationen integriert sowie dabei die Umwelt- und Wirtschaftsdimension berücksichtigt. Daraus ergibt sich beispielsweise, dass der Ausbau erneuerbarer Energien mit der Diskussion der Frage, wieviel Energie für ein gutes Leben benötigt wird, einhergehen muss. Grundlage dafür ist das normative Leitbild Nachhaltiger Entwicklung, welches Gerechtigkeit zwischen heutigen und zukünftigen Generationen verlangt und dabei die Tragekapazität der Umwelt maßgeblich im Blick behält.

Im Projekt ‚Energielabor Tübingen – Potenziale, Partizipation, Perspektiven‘ wurden „Wendepunkte“ als wichtige Maßnahmen im Rahmen dieses Reallabors entwickelt:

Wendepunkte sind spezifische Aktivitäten und (Teil)Projekte, die eine nachhaltige Energiewende in Tübingen vor allem durch den Übergang zu Erneuerbare-Energien-Anlagen (EEA) und Senkung des Energieverbrauchs unterstützen. Die einzelnen Maßnahmen werden gemeinsam im Projektverbund entwickelt und wissenschaftlich beforscht. Dabei sollen jeweils System-, Ziel- und Handlungswissen für eine nachhaltige Energiewende herausgearbeitet werden.

Im Wendepunkt-Projekt ‚Quartier von morgen‘ wird untersucht, wie ‚autark‘ Tübinger Stadtquartiere in ihrer regenerativen Stromerzeugung und -nutzung sein können und sein sollen. Weiter wird erforscht, was eine möglichst große eigenständige lokale Energieproduktion für Bewohner, Nutzer und Versorger in den Bereichen Flächennutzung und Nutzungseinschränkung, Kosten und Überschüsse bedeutet. Letztlich sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, inwiefern das ‚Quartier von morgen‘ zu einer nachhaltigen Energiewende in Tübingen beitragen kann.

In Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Institute sowie außeruniversitärer Partner werden im ‚Quartier von morgen‘ vier Teilbereiche (siehe Abbildung) näher beleuchtet. Im Projektkonsortium wurden undefinedfünf Fokusquartiere (Hartmeyerstraße, Hegelstraße, Herrenberger Straße, Lustnau (Zentrum), WHO (Zentrum)) im Stadtgebiet Tübingen ausgewählt. Eines bzw. mehrere (wenn möglich) dieser Quartiere werden als „Quartier von morgen“ betrachtet. Ziel ist es, Quartiere mit möglichst heterogener Struktur auszuwählen und miteinander zu vergleichen. Ein weiterer Aspekt, der bei der Quartierauswahl zu beachten ist, ist die Lage der Ortsnetztrafostationen und die Anzahl der daran angeschlossenen Haushalte. Evtl. kommen mehrere Quartiere in Frage, wenn die geeigneten Trafostationen entsprechend über das Stadtgebiet verteilt liegen.

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